Route Grande Alps 2011


 

Auf einer alpinen Radtour wurde die Idee geboren, einmal die französische Hochalpenstraße, La Route des Grandes Alpes, mit dem Motorrad zu bereisen.1937 wurde die Verbindung vom Genfer See bis nach Menton ans Mittelmeer  eingeweiht. Sie beschreibt den längsten Weg zum Mittelmeer. Wahrscheinlich aber auch den kurvigsten, in jedem Fall aber den spektakulärsten Weg. Die Route des Grandes Alpes, das sind 684 sich windende Kilometer über 16 Hochalpenpässe in den französischen Alpen. Sechs der Pässe erreichen ihren Scheitelpunkt bei über 2000 Meter und führten uns durch eine Region mit einem außergewöhnlichen Natur- und Kulturerbe. 

 


18.06 2011


Am Morgen machen wir, Kalle und ich, uns auf den Weg in Richtung Basel. Ziel ist das Hotel Tannenhof in Steinen bei Basel. Hier konnten wir das Auto samt Anhänger für die Dauer unserer Motorradtour problemlos parken. Seit einigen Jahren ziehen wir diese Art der Anreise vor, um nicht mit dem Motorrad lange Anreisefahrten über Autobahnen zu haben.

SportsTracker 1
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19. Juni

... Aufbruch zur ersten Etappe. Wie immer kommt eine positive Spannung vor dem Start auf. Was mag uns auf dieser Reise erwarten? Wir „satteln“ die BMWs und brummen los. Nach 3km die ersten Regentropfen. Das geht ja gut los denke ich. Aber nach ein paar Schwyzer Tröpfli wird es für lange Zeit der letzte Niederschlag sein. Regenfreie Zeit ist für eine genüssliche Alpentour eine unbedingte Voraussetzung. Unser erster Tag auf der Sitzbank ist gewissermaßen die Überführungsfahrt zu unserem eigentlichen Startpunkt, den französischen Alpen. Die ersten drei Etappen sind mit dem HandyApp „SportsTracker“ aufgezeichnet. Super Sache, ich hätte gern alle Etappen so aufgezeichnet. Aber dazu später mehr.

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Diese Überführungsfahrt ist eine schöne Möglichkeit sich warm zu fahren, bevor es dicke kommt. Kalle fährt vor, mit Navi an Bord, um auch in Frankreich anzukommen, und nicht auf einer Schweizer Autobahn zu landen. Die Maut soll auf jeden Fall gespart werden. Langsam schlängeln wir uns durch und sind auf einmal in France. Hallo, da ist wieder dieses unterschwellige Abenteuergefühl, wenn man nicht mehr versteht was auf den Schildern am Straßenrand steht.

Wir verlassen Frankreich und durchfahren verschiedene Kantone der Schweiz. Entlang dem schönen Lac de Neuchâtel ( endlich wieder Wasser ) geht die Reise nach Lausanne an den Genfer See, französisch Lac Léman. Hier kommt man ohne jegliches Zureden sofort zu der Feststellung, dass man - hier auch Leben kann .Und dieser Eindruck wird sich über Montreux und Évian-les-Bains hinaus noch festigen (Landschaftlich).

Man befindet sich in einer anderen Welt, an dem mit Palmen gesäumten azurblauen See. Prunkbauten, Casino, Marmor getäfelte Promenaden. In Montreux sitzen wir jetzt seit einer viertel Stunde in Motorradmontur um in einem Eiscafé je drei Kugeln Eis für 10€ (noch sind wir in der Schweiz, und ich komme noch einmal auf die Preisgestaltung kleiner Leckereien zurück) zu erstehen. Da wir von keiner Bedienung beachtet werden, stehen wir auf und brummen weiter. In Saint-Gingolph, direkt hinter der französischen Grenze, gibt´s dann unser Eis zu einem normalen Preis. Heute wollen wir bis nach Morzine. Das Hotel Carlina in Morzine wird von Jean-Pierre & Ute betrieben. Ute stammt aus Trier. Hier können wir noch einmal deutsch sprechen, bevor es international wird. Weil ich hier das dritte Mal übernachte, gibt´s das Frühstück sogar obendrauf. Glück Auf !

Pizza, Bier und gute Nacht ;-)

 


SportsTracker 2
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20. Juni

 

... die Sonne scheint durch die Fensterverschläge und der erste Blick hinaus brennt dir das Azur über den Bergkämmen auf die verschlafene Netzhaut. Diese Momente mit dem Zusammenspiel von Urlaub, Freiheit und dem „du bist unterwegs“ Gefühl schmeicheln der Seele ungemein. In Ruhe genießen wir das liebevoll vorbereitete Frühstück und beobachten das Treiben auf der Avenue de Joux Plane. Heute wird´s alpin !

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Anstatt über Les Gets zu fahren, wählen wir die schönere aber auch anspruchsvollere Route über den Col de Joux Plane. Wirklich traumhaft mit einem kleinen See hinter der Passhöhe. Samoëns, Cluses und hinauf zum Col de la Colombière. Mit der BMW kein Problem. Mit dem Rennrad stand ich hier bei sengender Hitze schon kurz vor einer Ohnmacht. Wir gönnen uns ein zweites Frühstück und beobachten das rege Treiben in einer Höhe von 1.613 m. Weiter geht es über die alten Bekannten Col de Aravis, Col de Saisies und immer, wenn die Sicht es erlaubt, mit dem gigantischen Mont Blanc Massiv im Hintergrund. Weiter über den Cormet de Roselend mit seinem markanten Stausee. Die D902 schlängelt sich weiter durch Val d'Isere hinauf zum Col de l'Iseran (2764 m). Hier ist die Luft schon dünner, aber bei dem Bombenwetter kein Problem. Die Temperatur lässt uns die Motorradkluft anbehalten, und auch die Rennradler rüsten sich für die Abfahrt mit zusätzlichen Kleidungsstücken. Unser Ziel für heute ist Saint-Michel-de-Maurienne am Fuße des Telegraphen. Nach einigem Suchen finden wir eine gute Unterkunft, das Hotel am örtlichen Campingplatz.

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SportsTracker die Letzte !
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21. Juni

 

Saint-Michel-de-Maurienne wird für viele Unternehmungen als Ausgangspunkt gewählt. Wenn man seine Herberge im Zentrum gefunden hat, rate ich zum Übernachten Ohrstöpsel zu tragen. Durch das schmale Tal führt die Autobahn, die Bundesstraße D1006, eine stark frequentierte Eisenbahn und der beizeiten alles übertönende Fluss „Arc“. Wir aber haben, etwas abseits vom Geschehen, gut geschlafen. Beim Frühstück schon kann man das Aktivitäten Angebot dieser Region erahnen. Stramme ältere Herren mit Knickerbockern und hochgekrempeltem karierten Hemden. Der Hut mit Gamsbart wartet auf der Garderobe. Dann die Radfahrer, die sich gleich den Telegraphen (1566m) hochquälen werden. Wenn sie gut sind, hängen sie noch den Galibier (2645m) dran. Für diese Tortur wird jetzt Müsli gebunkert, so dass der Körper auf den ersten gefahrenen Kilometern nicht weiß, ob er den Magen versorgen soll oder die Beine in die angestrebte Kreisbewegung versetzen kann.

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  Wir aber „satteln auf“ und bewegen uns bei bestem Wetter in Richtung Süden. Auf unserem Weg zum Pass des Col du Galibier überholen wir nun all die Mitbewohner, die vor uns mit dem Rennrad gestartet waren und nun auch schon einige Körner ihres Müslis auf der Straße gelassen haben(Die Radfahrer werden das schon richtig verstehen). Den Telegraphen hinter uns lassend durchfahren wir den kleinen Skiort Valloire, welcher der Einstieg in die jetzt folgende 18km lange Steigung zum König der „Tour“ ist. Im unteren Bereich wenig kurvig mit permanentem Anstieg. Im oberen Bereich nehmen die Kurven zu und auch die Steigung wird knackiger. Hier ausgesetzt würde man sich vermutlich auf einem Erdtrabanten wähnen. Auf der Passhöhe gibt es eigentlich nur das Schild“ Col du Galibier (Alt 2645m)“. Sonst nur Geröll und Felsbrocken. Trotzdem trifft sich hier fast alles was sich bewegen kann. Motorräder, Fahrräder, Sportwagen, Wohnmobile (Wahnsinn), Hubschrauber 20 Meter über uns und zu beiden Seiten des Passes Fotografen, die Bilder von Jedermann aufnehmen, welche anschließend im Internet erstanden werden können.   Abfahrt vom Galibier bis zum Col du Lautaret und weiter nach Briancon. Tanken!  Der Col d'Izoard besitzt für mich einen der schönsten Anstiege in den Alpen. Besonders die Südseite ist vermutlich einzigartig in den Alpen. Felspyramiden und Felsnadeln stehen in den Schutthalden und verzaubern alles in eine bizarre Mondlandschaft, die Casse Déserte. Unsere Tour führt weiter südwärts über Guillestre nach Vars. Kurz vor dem Ort bietet sich Gelegenheit zum Vespern. Vorher gekaufte frische Baguette und Käse vor einem atemberaubenden Panorama. That´s life. Ab dem Col de Vars windet sich die Straße bis Saint-Paul-sur-Ubaye und geht über in den Anstieg zum Dach unserer Tour, dem Cime de la Bonette. Jetzt werden wir auch das erste Mal visuell mit unserem Ziel konfrontiert. Auf einem Schild steht Nice.

Der Col de la Bonette ist ein 2.715 Meter hoher Gebirgspass. Eine 2 km lange steile Ringstraße um den Cime de la Bonette führt uns auf 2.802 m Höhe. Das Panorama über die gesamte Bergwelt ist mehr als beeindruckend.

Während der Abfahrt passieren wir nach ca. 4km das verlassene kleine Militärcamp Camp des Fourches. Ein sonderbarer Anblick- wie im wilden Westen. Saint-Etienne-de-Tinee, Isola und Saint Sauveur sur Tinee, dann links ab Richtung Saint Martin Vesubie. Wie in die Felswand gemeißelt schmiegt sich die Straße an den Berg. Links die Felswand, rechts hinter der Mauer der Abgrund. In solchen Augenblicken denke ich häufig an den Straßenbau in unserem platten Land. Aber die haben sicher andere Probleme. In Saint Martin Vesubie ist alles ausgebucht. Wir finden unsere Unterkunft bei Roquebillièr. Erstmals gibt´s Probleme bei der Bestellung des uns empfohlenen Menüs. In unserem Hotel wird vom gesamten Personal ausschließlich französisch gesprochen. Das kann man den guten Leuten ja auch nicht verdenken. Aber dieser Umstand führt dazu, dass uns sämtliche Bestandteile des Menüs auf dem Silbertablett zur Begutachtung gereicht werden, - und wir durch Fingerzeig wählen. Das folgende Menü war dann hervorragend.

  Bier schmeckt prima – gute Nacht.

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... nix mehr SportsTracker
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22. Juni


Aufbruch am Morgen in aller Frische und wiederholt bei strahlendem Sonnenschein. Den Abzweiger zum Col de Turini nicht übersehen, und schon geht´s weiter in bekannter Manier. Eng an den Fels geklammert windet sich die Fahrbahn zum letzten Pass der Reise. Fast möchte man jetzt lachen ob der 1604 Höhenmeter des Col de Turini, doch dann präsentiert sich die Bergstrecke mit ihren unzähligen Kurven plötzlich als eine der anspruchsvollsten der gesamten Route. Auf der Karte windet sich die Straße wie ein kleiner Wurm bis hinab nach Menton. Bevor wir das Mittelmeer zu sehen bekommen, durchfahren wir langsam die immer kühler und nebliger werdende Region um Sospel. Dann kann man´s spüren. Immer wärmere Luft, Agaven am Straßenrand, Echsen huschen über die Fahrbahn. Wir sind in Menton, dem Zielort der Route Grande Alps.

 

Direkt an der Promenade machen wir halt bei einem Kaufmann, um Verpflegung zu übernehmen. Wasser, Baguette – das Übliche. Kalle im Laden, ich schau mir die Gegend an. Aber gerade hier sollte man aufmerksam sein. Zack, ist mein neues Smartphone weg. Gerade noch in der Hand gehalten, jetzt hat es sich in Luft aufgelöst. Es folgen 20 Minuten in Alarmzustand. Handy anrufen – kein Klingeln. Die Umgebung absuchen und wirklich noch so einiges mehr. Aber alles ohne Erfolg! De Police? – bringt eh nix. Also weiterfahren und den Urlaub nicht verderben lassen. Aus diesem Grunde gibt es nebenbei bemerkt auch keine vierte, fünfte und auch keine sechste SportsTracker Aufzeichnung. Sie würde wahrscheinlich in einem dunklen Keller enden. Schwamm drüber! Drei Kilometer weiter erreichen wir das 2,02 km² große Fürstentum Monaco, welches keine Hauptstadt hat. Zu dieser wird aber häufig der Stadtteil Monte Carlo ausgegeben. Wohl Aufgrund der Enge der Bebauung kennt sich Kalles Navi auch nicht mehr aus(und wann kommt ein Großenwieher Navigationsgerät schon mal nach Monaco). Wir lernen die Stadt kennen. Und zwar in Zeitlupe. Der Stadtverkehr steht und wir auch. Und links von uns jagen die jungen Leute mit ihren Vespas in kurzen Hosen, T-Shirt und wehenden Haaren im Gegenverkehr bis zur nächsten Ampel. Und alles geht gut, keiner regt sich auf, niemand beschwert sich und alle bleiben am Leben. Wir fahren am Hafen entlang. Drei Wochen vorher war hier der Formel 1 Zirkus zugegen. Noch jetzt werden die Tribünen abgebaut und die Startmarkierungen sind noch deutlich auf dem Asphalt zu erkennen. Unvorstellbar dass mit solchen Autos hier ein Rennen ausgetragen wird. Die Hochzeit von Fürst Albert & Charlene ist erst zwei Wochen später am 03. Juli. Die beiden haben´s uns nachgesehen dass wir unsere Tour fortgesetzt haben. Langsam fahren wir weiter, und statt der auf Küstenstraße zu bleiben, werden wir an Nizza empor geführt. Plötzlich offenbart sich uns ein atemberaubender Blick auf die gesamte Stadt mit ihren abertausend roten Dächern vor dem blauen Mittelmeer. Hier wurde also ´Über den Dächern von Nizza´ gedreht. Wieder an der Küstenstraße angekommen sieht man sich sofort wieder bei den Schönen und Reichen angekommen. Und ich denke an unser im Verhältnis armseliges Westerland. In Antibes verlassen wir das Mittelmeer und kommen hinter der Welthauptstadt des Parfums, Grasse, auf die Route Napoléon. Diese Straße bot uns das bisher schönste Fahrerlebnis aus Motorradfahrersicht. Lang gezogene Anstiege und Abfahrten, wie auf Wogen, und nie enden wollende Kurven kombiniert mit dem Panorama der französischen Seealpen. Ein must have für jeden Biker. Hier verschmilzt die Entfernung mit der Zeit, so dass wir auf einmal genötigt sind, uns wegen vorgerückter Stunde eine Unterkunft zu suchen. In solchen Fällen schwört Kalle inzwischen auf meinen Instinkt. Und der findet das beschauliche Hôtel de Provence in Digne les Bains! 

… und, wie so oft - Pizza, Bier und gute Nacht   

 

 

 

23. Juni


Heute geht´s auf unserer Reise in Richtung Norden. Kurz hinter Digne les Bains fahren wir fast allein auf der gut ausgebauten D4085. Direkt daneben die gut frequentierte Autobahn A51.Heute ist es schon bewölkter. Wir durchfahren Gap in der Dauphiné und am Himmel wir es entschieden dunkler. Von nun an wird der Regen vorerst unser Begleiter sein. Es wird auch wieder bergiger. Mit dem Motorrad bei diesem Wetter, Regen und tlw. Dichter Nebel, ist es schon sehr anstrengend in den Serpentinen der höheren Lagen. Visier beschlagen, Brille beschlagen. Klappe auf – alles nass. Aber nur so kann ich sehen. Wir tasten uns vor über St Firmin, Corps und La Mure nach Grenoble. Hier klart es ein bisschen auf, und auf einem Parkplatz können wir uns ein bisschen ´lüften´.


 

Der ´Instinkt´ leitet uns in Grenoble über die Brücke an der alten Ruine vorbei, rechts halten und nach ca. 200m scharf rechts abbiegen. Toll, wie das Unterbewusstsein Vergangenes speichern kann. Vor vier Jahren waren wir mit unserer Radtruppe hier. Da hat uns die sehr hilfsbereite Polizei den Weg gewiesen, und nun kann ich das noch einmal abrufen. Über die D512 geht´s hoch runter rechts links rechts runter rauf u.s.w. (tolle Strecke) nach St. Pierre-d´ Entrernont wo wir uns unser täglich Eis gönnen. Den Keller muss ich fragen, in welchem St. Pierre wir eigentlich sind. Es gibt so einige in der Umgebung. Weiter nach Chambery, Aix Les-Bains und ein kurzer Halt am Lac du Bourget. Das Wetter wird besser und wir können noch ´ein paar Kilometer machen´, bis unsere heutige Etappe in Bonneville endet. Die Hotelsuche zeigt sich überraschend schwierig. Der Instinkt ist wieder gefragt, und so finden wir hinter einem unscheinbaren Eingang ´chambres libres´. Und was für ein Chambre. Für jeden ein Doppelbett, und richtig viel Platz und zum Angebotspreis können wir uns ein tolles Menü aussuchen. Das beste Hotel unserer Tour kam genauso unverhofft wie der Markt mit seinen fliegenden Händlern, der am nächsten Morgen die Straße vorm Hotel und dessen Eingang für sich in Anspruch nahm.

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24. Juni


Vor dem Hotel an den Bistrotischen wurde schon rege diskutiert, geraucht und ´le café et le pastis´ getrunken, als wir uns mit Motorradkoffern, Tankrucksack, Gepäckrolle, Helm u.s.w. den Weg durch die Marktstände bahnen.

 


 

Heute verlassen wir die Alpenregion und bewegen uns in Richtung Schweiz. In Genf angekommen schauen wir dem Treiben an der Uferpromenade zu. Reger Autoverkehr auf den Straßen, Sportboote und Segeljachten im Hafen, große Hotels drum herum. Wir wollen unsere Tour auf der „Hauptstraße1“ fortsetzen. Auf der Karte schmiegt sich diese Straße von Genf aus direkt ans Westufer des Sees. Nicht erkennen kann man auf der Karte, dass die zum größten Teil scheinbar gut betuchten Grundstücksbesitzer ihre Anwesen ( die direkt am See liegen ) mit großen Mauern gegen neugierige Blicke geschützt haben. Auf der Straße fahrend kommen wir uns vor, als umfahren wir einen Sperrbezirk. Bis Lausanne bekommen wir den Genfer See kaum zu Gesicht. Auf dem nun folgenden Weg zu unserem Zielort Steinen kommen wir in den Genuss der sehr gut ausgebauten Schweizer Straßen. Nicht so gut (oder eigentlich gar nicht) ausgebaut ist das Netz der Schweizer Eisdielen und Imbisse. Wenn man mit Motorrad oder Rad unterwegs ist, kommt schon mal der Jieper nach etwas Leckerem, - und daran anschließend meistens auch eine verzweifelte Suchaktion. Wir fanden schließlich ein kleines Café an einem Marktplatz und genossen ein Käffchen und Apfelstrudel mit Vanillesauce (16 Euronen für jeden). Die Tatsache, dass wir mit Euro bezahlen wollten, verschlechterte ein wenig die Laune der Besitzerin. Sie befürchtete (und das sollte sich auch bestätigen), sich beim Umrechnen zu benachteiligen. Ich denke bei der Preisgestaltung der Schweizer sind diese Möglichkeiten berücksichtigt. Auf dem Rückweg durch Basel heißt es noch einmal aufpassen. Straßenbahnen kenne ich in Flensburg nur noch aus meiner Schulzeit. Hier begleiten sie uns auf dem langen Weg während des Berufsverkehrs durch die Stadt. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Hotel. Die Motorräder werden noch schnell verladen. Zum feierlichen Abschluss besuchen wir den kulinarischen Geheimtipp der Region, das Dorfstübli in Weitenau. Anschließend lassen wir bei einem Bier von der ´Tanke´ die Tour noch einmal Revue passieren und den Abend ausklingen. 

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