Radtour an der Adria-

durch Italien, Kroatien und Slowenien.


Der Beginn einer Tour

ist immer besonders aufregend. Und diesmal erfolgt die Anreise mit dem Flugzeug.

Ist alles gut vorbereitet, ich glaube schon. Der Startort der Tour ist in Venedig.

Meine  4 Packtaschen sind für den Flug alle in einer Ikea Tasche verstaut, und diese dick mit Klarsichtfolie umwickelt.

Wenn das man gut geht ... und es geht gut !

Die erste Unterkunft habe ich Venedig Mestre gebucht. Hier kann ich den Fahrradkarton bis zum Rückflug liegen lassen, wunderbar.

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Hamburg Airport - mein Auto, mein Haus.

Angekommen !


Hier die GPS Daten  auf Bikemap


Radtour an der Adria

31.05. Venedig Mestre - Rosolina (80 km)

 

Der erste Radtag ist zum 'Einrollen'. Sitzt alles fest am Rad, wie fühle ich mich in der fremden Umgebung? Wenn man dann erstmal die letzten Stadtbezirke hinter sich gelassen hat, auf dem Land ist, kann die große Freiheit beginnen. In einem großen Bogen bin ich heute um die venizianische Lagunenlandschaft über Chioggia nach Rosolino gefahren. Die B&B Unterkunft 'La Corte' ist der Knaller. Glück gehabt. Das ist der Fang des Tages. 

Die Überraschung des Tages sind die Schüler in Chiogga. Fast alle brausen mit dem E-Bike von der Schule nach Hause.

Wird das ein Trend ??

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Radtour an der Adria

01.06. Rosolina-Casalborsetti

 

Von meiner schönen Unterkunft sind es noch einmal 50 Kilometer, bis ich das erste mal am Adriastrand stehe. Die Route ist sehr abwechslungsreich. Zeitweise auf ruhigen Nebenwegen und dann gezwungenermaßen auf dem Seitenstreifen der Strada neben den LKW.

Bedingt durch die Po-Ebene mit ihren Sumpfgebieten konzentriert sich der Verkehr auf die wenigen Straßen. Hier ist der kleine Rückspiegel von Vorteil. Man erschrickt nicht so leicht, wenn von hinten etwas anrollt. Besonders interessant sind die Fischer mit ihren Senknetzen. Im Schrankenwärtermodus werden die großen Netze hoch und runter gekurbelt.

Heute ist Camping.  Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;


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02.06. Casalborsetti - Cervia

 

Es ist noch immer sehr heiß.

Meine geplante Route entlang des Wassers kann ich nicht immer einhalten. Wegen Brandgefahr ist der Weg zum Teil gesperrt. Dafür gibt's einen Umweg von

10 Kilometern. Allerdings auch den schönen neuen Radweg auf Naturpfaden nach Cervia.

Heute, am Samstag, ist der Badebetrieb in vollem Gang. An den Straßen ist kaum ein freier Parkplatz zu finden. Direkt hinter den Autos ist eine Baumreihe

und dahinter das blaue Wasser.  Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;


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03.06. Cervia-Rimini-San Marino

 

Heute fahre ich zunächst über 40 Kilometer an der Adriaküste entlang. Von Cervia über Cesenatico bis Rimini lebt der Badetourismus.

Es herscht reger Autoverkehr, obwohl es Sonntag ist.

Auf einem Campingplatz in Riccione  bei Rimini checke ich ein.

Der kleine Auslug ohne Packtaschen nach San Marino ist dann sehr erholsam.

Die Landschaft ähnelt sehr der Toskana. Grün und Hügelig.

San Marino, bergiger Kleinstaat (der kleinste überhaupt) im Norden Mittelitaliens.  Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;


04.06. Riccione - Split

 

Eine Etappe 'mit Alles',

würde die Hot Dog Verkäuferin in Dänemark sagen. Zunächst fahre ich einige Kilometer entlang der Adria, und von Cattolica bis Pesaro durchs schöne Hinterland.

Pesaro wirkt ruhig, alles sauber und grün um den Piazzale della Liberta. Ganz anders als um die Stadt Rimini.

Hinter Pesaro fahre ich über Fano, Marotta und Senigallia bis Marina di Montemarciano direkt am Wasser entlang.

Danach wird es sehr viel rustikaler. Hinter Falconara Marittima heißt es rechts ist der Bordstein und links der Straße die Eisenbahn. Dazwischen italienischer Berufsverkehr. Die letzten 20 Kilometer bis Ancona sind nichts für schwache Nerven. Hauptstraße ohne Seitenstreifen mit dichtem Verkehr. Naja, sie sind ja hier, sagte der freundliche Mitarbeiter am

Ferry-Ticketschalter, und meint  entspannen sie sich! (Problem scheint bekannt zu sein)

Die Fähre fährt dann durch die Nacht, 11 Stunden Seefahrt.

Morgens um 7 Uhr bin ich in Split. Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien; 

 


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05. & 06.06. Split

 

Ein Tag Pause. Ich habe Zeit um mir Split anzusehen.

Die Altstadt ist äußerst  sehenswert mit ihrem Diokletianpalast in frontaler Lage zum Hafen. In diesem Palast,

mit seinen Gängen und Mauern, der in die Altstadt integriert ist, wird noch gehandelt und sogar auch gewohnt.

Der blankgelaufene, glatte Steinboden lässt erahnen, wie viel hier seit dem 3. Jahrhundert geschehen ist. 

Einige Badebuchten reihen sich um die Stadt. Bei Sonnenschein ein tolles Bild.

Gewohnt wird allerdings, wie auch ich jetzt in meiner Unterkunft, in Plattenbauten.

Die sind allerdings zum Teil schon reichlich in die Jahre gekommen sind.

Essen -

Als ich den Burrito schließlich am Stand in der Altstadt bestellte, war mir sofort bewusst, dass es ein Fehler sein könnte.

Hühnchen mit Majosauce. Am Abend gekauft, und vielleicht schon am Morgen zubereitet.

Und in der Zwischenzeit in der Sonne gegart.

Am nächsten Morgen war es Gewissheit - starke Magenverstimmung.

Und ich war für den einen Zusatztag in Split, den ich vorher gebucht hatte, ungemein froh. 

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07.06.  Split - Primosten

Radfahren in Kroatien. Mit dem morgentlichen Berufsverkehr bin ich aus Split herausgespült worden.

Mein erster Halt ist Trogir.

Die Kathedrale sehe ich schon aus der Ferne.

Die Besucher strömen schon jetzt, am frühen Morgen, über die Brücke in die Altstadt.

Die Gassen sind so schmal, dass ich mit meinem beladenen Rad so gerade hindurchpasse.
Hier ist es deutlich zu eng für die vorliebe japanischer Touristen, sich neuerdings von Dronen beim flanieren aus der Luft filmen zu lassen.
Heute habe ich einen schönen Campingplatz direkt am Wasser. Der Aufbau des Zeltes ist wegen der Steine jedoch sehr beschwerlich, eine Bohrmaschiene müsste man haben.

Wegen der Hitze sind im Zelt Temperaturen von 50 Grad. Zur Abkühlung stürze ich mich in das kristallklare Wasser - herrlich!

Ich bin stark beeindruckt von der Schönheit der Kroatischen Küste.

Deshalb gibt es heute ein paar Küstenbilder mehr.

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08.06.  Dolac - Vodice

 

Meine Weiterreise führt über die Hauptstraße 8 bis nach Šibenik. Die Nebenstraßen gehen ztw. plötzlich in Schotterpisten über oder hören ganz auf.

Plötzlich, vor Šibenik, wird die Straße für einen endlos langen Motorradkorso gesperrt.

Viele Nationalitäten sind vertreten und brummen mit ihren Motorrädern an mir vorbei.
Die felsige Landschaft mit ihren Brücken erinnert mich sehr an Norwegen.
Vodice erreiche ich gegen Mittag, also sehr früh.

Ich entschließe mich trotzdem, zur körperlichen Erholung

(die Hitze macht mir zu schaffen), eine Unterkunft zu suchen.

Das neue Hotel Olympia scheint mir zunächst angemessen,

der 'Villa Isabela' gebe ich jedoch den Vorzug - für 19 Euro incl. Taxe!

Trotz der Frühe am Tag ein sehr freundlicher Empfang und ein Zimmer mit Klimaanlage!!

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09.06. Vodice - Biograd na Moru

 

Vier Stunden Donner und Blitz in der Nacht -  was war ich froh nicht im Zelt zu liegen !!!

Bei der Fahrt durch Vodice, an einer Häuserfront vorbei, nehme ich einen schrillen Laut wahr, der auf eines hindeutet - Hausschlachtung.

Das knusprige Endergebnis sehe ich dann ein paar Kilometer weiter an einem Spieß drehen.

In einigen Ortschaften stehen große selbstgebaute Grills auf Parkplätzen oder vor Restaurants, wo die Spanferkel rustikal zubereitet werden.

Biograd na Moru

ist das Ende meiner heutigen Etappe. Ein sehr schöner Ort am Meer mit erstaunlich großem kulinarischen Angebot.

Beim Einchecken gab's übrigens eine Schale mit frischen Feigen aus dem Garten!

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10.06.  Biograd na Moru - Pag

 

Heute herscht weiterhin sehr große Hitze.

Die Strecke entlang der Adria bis Zadar mit dem Blick aufs Meer ist wunderschön. Die kilometerlang  geradeaus verlaufende Straße zwischen Zadar und Razanac steht für Rekorde auf meiner Tour.

Etliche überfahrenene Schlangen und eine Schildkröte liegen am Straßenrand.

Ein besonders stattliches und noch sehr lebendiges Exemplar wollte zwischen meinen Reifen und unter meinen Beinen die Straße überqueren.

Beide sind wir mit einem mächtigen Schrecken, und ich die Beine hoch angezogen, weiter des Weges.

Die Route von Ražanac nach Pag ist landschaftlich ein skuriles Erlebnis. Wie auf dem Mond, entlang einer hügeligen, steinigen Landschaft die aus dem Wasser ragt, fährt man über die Hauptsraße bis nach Pag -

- wenn man denn nicht vorher  verdurstet ist. 

In dieser Gegend wurden in den 60.ern die Winnetou Filme gedreht. Dafür wurden die Felsen rot angstrichen.

 

Sehr bedrückend -  

immer wieder passiere ich am Straßenrand stehende Kreuze zum Gedenken an junge, gefallene Soldaten im Jugoslawien Krieg.

Es ist nicht lange her, und es ist nicht weit weg von uns! Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;

 

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11.06.  Pag - Rab

 

Die Inseln der kurzen Namen. Heute sind zwei Fährverbindungen angesagt. Die 27 Kilometer zur ersten Fähre hatte ich mir einfacher vorgestellt. Ein mühsames Auf und Ab, und dann fehlt plötzlich auch noch die Straße auf ein paar Kilometern. Wie ich wartend an der Fähre stehe, kommt noch ein weiterer Radreisender. Derek aus Wales. Die Unterhaltung tut gut, sind doch so gut wie gar keine Radfahrer hier unterwegs. Gemeinsam meistern wir die dicke Steigung über die Serpentinen hinauf zur Hauptstraße. Dieses vielbefahrene Monster, wie mir gestern der Mann von der Info erzählte, entpuppt sich als wenig befahrene Traumstraße mit tollem Ausblick. Bis zur nächsten Fähre fahren wir zusammen, dann nimmt Derek einen anderen Weg.

Have a good trip, i wish you all the best, Derek.

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Am Ticketschalter zur Überfahrt mit der Fähre nach Rab buche ich mein Apartment für die Nacht auf der Insel .

Zwei Minuten später klingelt mein Handy, das Apartment ruft zurück. Als ich spreche, höre ich mein Echo.

Die Besitzerin steht mit ihrer Tochter direkt neben mir und wollte meine Ankunftzeit erfragen.

Das ist ja wohl der Zufall des Tages. Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;

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12.06.  Rab - Cres

 

Heute sollte es eigentlich entspannt zugehen.

Die Fähre von Rab nach Krk benötigt 80 Minuten.

Pause

Dann direkt von Krk nach Cres fährt das <Schiff knapp eine halbe Stunde.

Die 13 Kilometer zur Unterkunft haben es dann doch noch einmal in sich, mit unverhofften 350 Höhenmetern und im Schnitt 8 - 9 % Steigung. Puha!!

Regionale Kohlenhydrate in Form von Spaghetti mit Oliven und Sardellen sowie regionalem Bier nehme ich abends am gemütlichen Hafen in Cres zu mir.

Morgen geht's dann wieder auf's Festland - nach Istrien. Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;

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13.06.  Cres - Labin

 

 

Cres ist krass. Hier geht es scheinbar nur hoch oder runter. Nach dem Frühstück habe ich direkt über 400 HM zu bewältigen. Die Aussicht wird jedoch immer schöner,

je höher ich fahre.

Nach etlichen Kilometern erreiche ich den Bergkamm, wechsle die Bergseite, und rolle etliche Kilometer herunter bis zur Fähre von Porozina nach Brestova.

Dann erfolgt wieder der gleiche Akt mit bis zu 14 % Steigung hinauf zur Strada.

Insgesamt fahre ich heute über 1000 Höhenmeter -  Königsetappe.

 

Die Landschaft ist wieder beeindruckend. 

Die Unterkunft in Labin liegt ganz oben auf einem Hügel, direkt neben der schönen Altstadt.

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14.06.  Labin - Rovinj

 

Endlich einmal brennt die Sonne nicht schon morgens so erbarmungslos. Zunächst einmal ein morgentlicher Plausch mit einem Österreicher, der mit Fahrrad und Anhänger unterwegs ist, und gern gegen mein Surly Rad mit Packtaschen tauschen würde.

Ich werde zu einer Straße navigiert, die definitiv nicht mehr vorhanden ist. Also fahre ich 5 Kilometer zurück und -

von neuem los.

Heute hilft mir ein kräftiger Rückenwind den Tag zu genießen. Die Fahrt auf der Hochebene ist so wie man sich fahren in Kroatien vorstellt.

Einsame Straßen in karger, felsiger Landschaft.

Mein Ziel heute ist Rovinj, mit seiner Altstadt , deren Häuser dichtgedrängt bis ans Wasser stehen. 

Eine tolle Kulisse für ein schönes Abendessen.

Ich genieße meine erste fangfrisch gegrillte Dorade direkt am Hafen.

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15.06.  Rovinj -Novigrad

 

Der Tag beginnt mit einem richtigen Frühstück. 

Das hatte ich schon länger nicht mehr. Auf der Fahrt aus dem Städtchen heraus auf der Hauptstraße stecke ich sicherheitshalber meine Abstandsfahne ans Rad.

Zu viel Verkehr und kein Seitenstreifen.

Porec erreiche ich nach reichlich Höhenmetern und mit knurrenden Magen. Das hatte ich mir einfacher vorgestellt. Hier herrschen ja norwegische Verhältnisse!

Endstation ist heute Novigrad, das ich mir morgen genauer ansehen will. Der Hausherr gart gerade selbstgefangene Doraden auf einem Backblech über einem Grill draußen auf der Terasse. 
Lecker. Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;


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Heute ist ein Ruhetag. 

Das bedeutet länger schlafen, Wäsche waschen und das kleine Städtchen Novigrad intensiver ansehen.

Bei meiner Fahrt zum Apartment hatte ich es nicht bemerkt.

Novigrad ist eine Perle. 

Der Badestrand ist von Bäumen gesäumt und zieht sich über 2 Kilometer um die Bucht.

Überall Badende, die mit dem Rad gekommen sind, und auf den warmen Felsen in der Sonne braten - mit und ohne Kleidung, geschützt dürch einen dichten Schilfgürtel.

Hinter dem großen Sportboothafen dann die Altstadt mit ihrem maritimen Flair.

Auch hier verläuft die Badepromenade weiter. Alles ganz entspannt und ohne viel Trubel.
Novigrad ist mein Reisetipp. Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;


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17.06.  Novigrad - Piran

 

Abschied aus Novigrad und von meinen netten Gastgebern,

dem ehemaligen Chefkoch, und der um mich besorgten Gastgeberin, weil ich doch allein unterwegs bin.

Etwas Neues! - Es gibt Fahrradwege.
Hier wird geschaffen, sogar sonntags.

Straßen sind gesperrt, es wird gebaut.
Meine erste kleine Rast halte ich in Umag.

Hier deutet alles auf Tennis hin. Ein großer Tennisball auf einer Verkehrsinsel, und ein beeindruckendes Rund, das 'Stadium Goran Ivanisevic' , in dem in jedem Jahr ein ATP Turnier ausgetragen wird.
Einige Kilometer weiter, ich habe mittlerweile die Slowenische Grenze passiert, gelange ich auf den 'Parenzana'.

Der 'Parenzana' ist ein Bahntrassenradweg zwischen Triest und Porec. Er führt mich an der slowenischen Küste entlang bis Piran.

Hier habe ich ein kleines Zimmer in einem Gästehaus mit Blick auf den 50 m entfernten Turm der Kirche St. Clementa.

Und alle 15 Minuten schlägt die Glocke - Gott sei dank nicht in der Nacht!

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18.06.  Piran - Muggia

 

Der Tag beginnt mit schieben. Durch die Piraner Altstadt

auf dem steilen Kopfsteinpflaster. Nach einigen weiteren Kilometern habe ich den Parenzana Radweg wieder erreicht. In Slowenien ist dieser Radweg grandios ausgebaut. Übersichtlich und abseits vom Verkehr werde ich über Land um die Städte Isolo und Kopper geführt.

Entlang an Hängen und durch alte Eisenbahntunnel.

Die Trasse erspart mir einige Kilometer. Somit bin ich früh in meiner Unterkunft und kann den tollen Ausblick vom Balkon aus auf das gegenüberliegende Triest genießen. 

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Habe schon fast ein schlechtes Gewissen bei so wenig Radkilometern in den letzten Tagen.

Heute will ich mir Triest ansehen, ohne Rad.

Triest ansehen, das heißt den Teil der Unterstadt, der um den Canal Grande und der Piazza liegt. Die Fähre von Muggia benötigt 30 Minuten, entlang am Industriehafen mit seinen großen Raffinerieanlagen. Der Fähranleger ist nahe dem Zentrum. Besucher sind noch nicht zu zahlreich vorhandenen, es ist morgens 10 Uhr.

Aber die Sonne brennt schon heiß.  Der Reiseführer beschreibt eine österreichisch geprägte Architektur.

Stimmt, es erinnert mich ein wenig an die Wiener Innenstadt.

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20.06.  Muggia - Grado

 

Heute stelle ich einen Rekord in minimaler Kilometerleistung auf. Nicht ganz 10 Kilometer.

Dafür  schön geschippert.  Erst von Muggia nach Triest. Cappuccino Päuschen, und weiter nach Grado

Grado - eine weitere Perle an der Adria.

Vor zwei Jahren war ich das erste mal hier, und war von dem Hafen und der kleinen Fischereiflotte angetan. Jetzt hocke ich am Strand vom Campingplatz, tippe diesen Text in mein Smartphone und genieße das Einlaufbier (nach der Seefahrt). Morgen habe ich eine Einladung. Und ich freue mich, endlich wieder vertraute Gesichter zu begrüßen.

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21.06.  Grado - Bibione

 

Addio Grado.

Bei bestem Wetter fahre ich die 6 Kilometer über den Damm. Der Radfahrweg ist erstklassig und von der Straße separat geführt.  Nach einigen Kilometern treffe ich auf Herbert und Werner aus der Steiermark. Sie wollen nach Lignano, ich will nach Bibione. Ich schließe mich den beiden an. Nach zwei ausgiebigen Getränkestops trennen wir uns kurz vor dem Ziel, nachdem Herbert mich noch auf ein nächtliches Unwetter hingewiesen hat. Kurzentschlossen buche ich mir eine Unterkunft. Dann treffe ich mich mit Rainer und Susanne und fühle mich gleich wieder ein wenig wie zu Hause.

Ein schöner Abend in vertrauter Gesellschaft. Ich danke Euch. 

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22.06.  Bibione - Duna Verde

 

Glück gehabt. In der Nacht hat es gedonnert, geblitzt und geregnet was das Zeug hält. Ich war heil froh, das Zelt nicht am Wohnmobil aufgebaut zu haben. Im Hotel war ich gut aufgehoben.  Starte erst um 10:30 Uhr, es regnet immer noch leicht. 

Fahre eine schöne Strecke mit Rückenwind durch die Lagune, und rette nebenbei einen Flußkrebs vor einem LKW Reifen. 

Dann muss ich wieder auf die Hauptstraße, komme aber gut voran. 

In der Lagunenlandschaft muss man immer erst 20 Kilometer ins Land, d.h. nach Norden, um dann weiter um die Lagune zu fahren. Eine Küstenstraße gibt es nicht. So kommen doch einige Kilometer zusammen.

Heute ist Camping. 

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23.06.  Duna Verde - Venedig Mestre

 

Auf geht's zur 'Final Stage' nach Venedig Mestre. Zunächst auf dem Radweg, einmal zu früh abgebogen und dann lange Zeit über die verkehrsarme Seite des Canale Cavetta. Wie im Traum mit leichtem Rückenwind auf dem Deich vorbei an Anglern und Booten Richtung Mestre. Und es geht weiter so. Das Beste ist der ' Taglio del Sile ', ein betonierter Radweg über 10 Kilometer durch die Lagunenlandschaft, abseits des Wochenendverkehrs. Auch den Rest des Weges fahre ich sicher und ruhig auf einem offiziellen Radweg, ein perfekter Abschluss der Adria Tour.
Gefahrene Kilometer: 1330 ! Radtour Adria, Radtour Italien, Radtour Kroatien, Radtour Slowenien;


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